Musikalischer Meilenstein

Mit einem großartigen Konzert hat der Liederkranz Welzheim einen Meilenstein in seiner musikalischen Geschichte gesetzt und ist dabei über sich selbst hinausgewachsen. Ein Orchester mit Streichern, Holz-und Blechbläsern sowie eine Combo mit Bass, Drums und Percussion rundete das mal machtvoll überwältigende, mal feine, dezente Klangbild ab.
Chor, Orchester, Solisten und Dirigent haben bei Sonne Mond und Sterne eine gewaltige Herausforderung glänzend gemeistert.    Welzheimer Zeitung

Mega-Opus erstrahlte in voller Pracht

Schon der Titel verweist auf die Systematik des Seins und den ewigen Rhythmus des Lebens, der sich zyklisch immer wiederholt. Peter Schindler hat das Füllhorn an alten Texten genutzt und deren zeitlose Qualität in den Vordergrund gerückt. Europäische Kulturgeschichte als zweistündiger Mix aus Jazz und Kammermusik, Klassik und Jazz, irgendwo zwischen Musical, Oper und Singspiel. Langer Applaus im Parktheater Bensheim.    Mannheimer Morgen

Sonne, Mond, Sterne: Ein Chor im siebten Himmel
Mit dem Werk hat Schindler die europäische Kulturgeschichte in einer eigenen Klangsprache neu ausformuliert. Ein opulenter Zweiakter, der trotz seiner klaren Struktur dramaturgische Freiräume lässt. Das Werk ist extrem vielschichtig, es spricht Menschen aller Generationen an. Die alten Texte erfahren durch die musikalische Umsetzung nicht nur eine neue Interpretation und inhaltliche Verstärkung, sie offenbaren dabei auch ihre verblüffende Zeitlosigkeit und fortwährende Aktualität: „Ihre Wahrheit ist ewig.“ Musikalisch ist das kontrastreiche, sehr bildhafte Werk inspiriert von Klassik und Jazz, Chanson, Pop und Kammermusik – übersetzt in eine ganz eigene, moritatenhafte Tonsprache. Gregorianik, Choral und Fuge, Kontrapunktik und Spätromantisches, Neoklassizistisches, harmonisch Modernes und Jazzmodi gehen mit den vertonten Gedichten anregende Verbindungen ein. Sehnsuchtsvolle Chorlieder stehen neben mitreißenden Nummern, die von Jazzrhythmen und Gospelharmonien geprägt sind. „Texte und Musik stehen für sich. Der Aufbau lässt sich durchaus variieren“, so der Komponist.    Bergsträßer Anzeiger

Riesiges Klangspektrum
Gregorianik, Kontrapunktik und Spätromantisches, Neoklassizistisches, harmonisch Modernes und Jazzmodi gehen mit den vertonten Gedichten eine anregende Verbindung ein. Besinnliche, sehnsuchtsvolle Chorlieder stehen neben mitreißenden Nummern, die von beschwingten Jazzrhythmen und Gospelharmonien farbenreich erfüllt sind. Insgesamt eine vielschichtige Musik, die den Humor der Verse ebenso eingebungsvoll einfängt wie deren Ernst.    Rhein Neckar Zeitung

Das Ewige, das Weibliche und der stete Lauf der Welt
Zwei Themenschwerpunkte oder Handlungsmomente werden umkreist. Da ist einmal der ganz große Blick auf Zeitlichkeit und Ewigkeit, und dann zieht sich das uralte Spiel von der Liebe zwischen Mann und Frau, von Glück und Entsagung, als roter Faden durch die zwei Akte. In der volkstümlichen Lyrik aus „Des Knaben Wunderhorn“ findet Schindler ein reiches Reservoir an entsprechenden Motiven.    NMZ

Feuer und Flamme für moderne Kantate
Der Komponist hat für sein 110-Minuten-Werk auf Lyrik zurückgegriffen. Auf Liebeslyrik aus fünf Jahrhunderten von Oswald von Wolkenstein bis Mörike, vom Arnimschen, Brentanoschen „Wunderhorn“ bis zur „Mondnacht“ Eichendorffs sind zahlreiche Gedichtvorlagen in die Kantate gewoben. Szenisch auf der Bühne dargestellt wird das Mit- und Gegeneinander, das Suchen und Sehnen zweier Verliebter.    Südkurier

Erhebender Konzertabend
Die wärmende Sonne, der geheimnisvolle Mond und die leuchtenden Sterne: kraftvoll, mystisch und romantisch besetzt. Einen besseren Titel hätte der Musiker und Komponist Peter Schindler für seine Kantate in zwei Akten nicht finden können.    Taunus-Zeitung

Memento mori
Die kunstvolle Barocklyrik von Andreas Gryphius und Paul Fleming, die Gedichte der Sturm- und Drangpoeten Schiller und Goethe, die Texte der Romantiker Eichendorff und Mörike, ebenso wie das in der Sammlung „Des Knaben Wunderhorn“ vereinigte volkstümliche Liedgut beschäftigen sich mit den immer und überall die Menschheit bewegenden Themen wie Vergänglichkeit, Tod, Lebensüberdruss – aber auch Liebe, Leidenschaft, Sinneslust und Bewunderung für Gottes prachtvolle Schöpfung, was in dem Titel „Sonne, Mond und Sterne“ zum Ausdruck kommt. Im Zentrum von Schindlers Libretto steht die uralte und doch höchst moderne Frage nach dem Sinn menschlicher Existenz im ewigen Kreislauf des Werdens und Vergehens, das „Memento mori“.    Allgemeine Zeitung Alzey

Eine Wundertüte voll Musik, der Zeit entrückt
So vielfältig die literarischen Quellen zwischen Mittelalter und Romantik sein mögen, als roter Faden erzählt Schindlers Werk stets von den großen Themen des Alltags: von der erfüllten und enttäuschten Liebe, vom Leben samt seiner Komik und vom Sterben. Dies alles ertönte in einem bunten Klangkosmos, scheinbar der Zeit entrückt, mit Verweisen auf die Musik der Renaissance, des Barock, auf Chanson, Jazz und Musical, und doch in seiner Frische aktuell und kaum erhört. Abseits eines musikalischen Eklektizismus hat Schindler hier eine einzigartige, überaus selbstständige Klangsprache entwickelt, welche die europäische Kulturgeschichte an einem Abend mühelos zu rekapitulieren vermag.    Stuttgarter Zeitung

Was ist die Welt?
Die Texte beschäftigen sich mit Vergänglichkeit und Ewigkeit, aber auch mit der Poetisierung von Natur und alltäglichen Begebenheiten. Sie führen letztlich zur philosophischen Kernfrage: „Was ist die Welt?“ Schindler strebt im Gegensatz zur barocken Einheitlichkeit eine lyrische Zeitreise durch fünf Jahrhunderte an und setzt auch musikalisch-stilistisch auf Abwechslung zwischen klassischer und populärer Vertonung mit Stilelementen von Jazz und Chanson bis hin zu Musicalanklängen. Die Kantate gruppiert ausgewählte Texte zu einem Handlungsablauf, der vom Lebensschicksal zweier Menschen erzählt.    Rheinpfalz Kaiserslautern

„Veilchen freue dich – Knabe, liebe mich“
„O Ewigkeit, o Ewigkeit! Wie lang bist du, o Ewigkeit“: Ernst und getragen heben Chor und Orchester an, darüber und über den Wimpernschlag des irdischen Daseins zu räsonieren. Und schleudern im nächsten Augenblick der Unendlichkeit entgegen: „Der Augenblick ist mein“. Das eine Leithema in Peter Schindlers Liederzyklus ist damit gesetzt. Das andere, eingebettet, kreist um Lebenslust und Tod, und ganz besonders um die Liebe in all ihren Ausprägungen; Liebe, die verzehrt oder unerwidert bleibt, betört oder bedrängt, Wonne bringt oder Pein. Die volkstümliche Gedichtsammlung „Des Knaben Wunderhorn“ ist eine Fundgrube für derlei Motive. Schindler hat sie mit anderen Versen aus fünf Jahrhunderten vereint, die er wie ein Perlentaucher gehoben und wie Perlen an eine Schnur gereiht hat, und das Wortjuwel vertont. Im Reigen der Lieder sind Gryphius und Goethe, Heine, Herder und Hoffmann von Hoffmannswaldau, Paul Fleming und Karoline von Günderrode vereint, mit Texten, die auch heute verblüffend aktuell sind, weil vieles im Leben einem ewigen Kreislauf unterliegt.     Laupheimer Zeitung

Zeitlos und modern
Musikalisch angesiedelt zwischen Oper und Musical, Jazz, Pop und Kammermusik steht in Schindlers Werk das Dasein des Menschen als Krone der Schöpfung und seine zeitliche Begrenztheit im Zentrum. Es zieht sich das uralte Spiel von der Liebe, von Glück und Entsagung als roter Faden durch das Werk. Denn die Menschen sind immer von denselben Fragen bewegt: Liebe, Sehnsucht und Hoffnung, Zeit und Tod. Dabei steht auch das Wunder der Natur immer im Fokus, denn ihr steter Rhythmus im Lauf der Zeit, ihre Schönheit und ihre Urkraft bestimmen den Lauf der Welt.    Pegnitzzeitung

„...Sonne, Mond und Sterne:
Schon die Textauswahl und Textzusammenstellung begeistern mich. Doch nicht nur diese. Sie haben eine Erzählung aufgebaut - durch die Textzusammenstellung wie auch durch die Musik -, die den Menschen einen Blick in die Ewigkeit gönnt, die sie dazu ermuntert, motiviert, anhält, mit Staunen und Dank auf das Leben, auf den Kosmos, zum Schöpfer zu blicken. Und die Musik führt uns bis in die Renaissance, bis in das Barock hinein, verbindet diese Epochen aber wunderbar mit der Neuzeit und der heutigen Zeit. Und sie ist eben nicht nur hoch musikalisch, nein, sie ist auch musikantisch - ich hätte mir sofort vorstellen können, mich dem Chor zuzugesellen und mitzusingen - zu staunen und mich zu freuen. Das, was Sie da geschaffen haben: das ist Ihnen einfach sehr, ist Ihnen einfach wunderbar gelungen. Und ich durfte hören, staunen …“

Univ.-Prof. Dr. phil. Dr. h. c. Dipl. Psych. Andreas Kruse

Zwei Schulen, ein Spitzenchor
Musikalisch bewegen sich die Kompositionen Schindlers zwischen Klassik und Jazz, zwischen Up-Tempo-Nummern mit Pauken und Posaunen und melancholischen Balladen, untermalt von Klavier und Streichern. Ebenso abwechslungsreich gestaltet sich die inhaltliche Ebene. Den Rahmen bilden die großen Fragen und Probleme des menschlichen Daseins: „Was ist die Welt?“, „Was ist die Zeit?“, wo liegt der Sinn des Lebens? Lebenslustige, oft komische Sichtweisen wechseln sich ab mit düsteren, fast apokalyptischen Gedankenspielen. Die Gedichte, die Schindler vertont hat, stammen dabei nicht nur von unbekannten Verfassern. Werke von Eduard Mörike, Friedrich Schiller, Justinus Kerner, Johann Wolfgang von Goethe und anderen Berühmtheiten hat der Komponist klug zusammengestellt und daraus eine eigenständige Dramaturgie erschaffen. Die hat ihre Kernszene in der Mitte des zweiten Aktes mit „Knabe und Veilchen“ aus der Wunderhorn“- Sammlung. Das Lied stellt die musikalische Begegnung zwischen Mann und Frau dar. Als gegen 22 Uhr im Ghibellinensaal des Bürgerzentrums die letzte pompöse Ode an die Ewigkeit zu Ende geht, brechen die rund 800 Besucher in minutenlangen Beifall aus. Zu Recht, die Chöre von Salier- und Staufergymnasium sorgten für mehr als zwei Stunden lang bestens abgestimmt für Begeisterung, Melancholie und Gelächter.    Waiblinger Zeitung